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60 Stunden bis Fort-Dauphin - Der Beginn einer langen Reise

Eine Reise voller Vorfreude, Schlafmangel, Zufälle und der Frage, worauf ich mich da eigentlich eingelassen habe.

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Flight from Paris to Antananarivo

6. August – Jetzt wird es ernst

Monatelang hatte ich mich auf diesen Moment vorbereitet. Impfungen, Tasche packen, organisieren, planen – und trotzdem hatte ich kurz vor der Abreise das Gefühl, eigentlich überhaupt nicht vorbereitet zu sein.
Am 6. August brachten mich meine Eltern zum Flughafen in Amsterdam. Während der Fahrt gingen mir immer wieder dieselben Gedanken durch den Kopf: Wie wird es dort wirklich sein? Werde ich mich zurechtfinden? Wird es schwierig für mich? Und vor allem: Wie wird es sich anfühlen, zwei Monate lang in einem Land zu leben, das ich bisher nur aus Erzählungen kannte?
Je näher wir dem Flughafen kamen, desto realer wurde es.
Der erste Flug ging von Amsterdam nach Paris. Dort verbrachte ich noch eine Nacht im Hotel. Eigentlich hätte ich schlafen und mich für den nächsten Tag ausruhen sollen. Stattdessen saß ich noch an Videos für das Projekt und versuchte, meine Gedanken irgendwie zu sortieren.
Mit dem Schlafen wurde es allerdings nicht viel. Ich war einfach zu aufgeregt.

7. August – Auf nach Madagaskar

Am nächsten Tag ging es endlich los: Paris nach Antananarivo. Der Flug hatte ungefähr eine Stunde Verspätung, aber ansonsten war die Reise überraschend angenehm. Besonders schön war, dass ich während des Fluges mit mehreren Madagassen ins Gespräch kam. Wir haben auf Französisch geredet, uns kennengelernt und über Madagaskar gesprochen. Auch mit meinem Sitznachbarn kam ich ins Gespräch. Wir verstanden uns so gut, dass wir am Ende sogar unsere Nummern austauschten. Dann stellte sich heraus, dass er seinen Urlaub ausgerechnet in Fort-Dauphin verbringen würde – genau dort, wo ich die nächsten zwei Monate leben und arbeiten wollte. Ein ziemlich verrückter Zufall.

23 Uhr – Willkommen in Antananarivo

Gegen 23 Uhr landete ich schließlich in Antananarivo. Eigentlich hätte ich jetzt nur noch eines gebraucht: ein Bett. Stattdessen habe ich mehrere Stunden Wartezeit bekommen.
Mein Weiterflug nach Fort-Dauphin ging erst am nächsten Morgen um 6 Uhr vom nationalen Flughafen. Also hieß es: warten. Der Flughafen war nachts ziemlich chaotisch, und mit jeder weiteren Stunde wurde der Schlafmangel spürbarer. Ich war mittlerweile seit Stunden unterwegs und hatte kaum geschlafen. Trotzdem war da vor allem ein Gedanke:
Ich bin jetzt wirklich in Madagaskar.

6 Uhr morgens – Es reicht langsam

Um 6 Uhr morgens ging es endlich weiter. Tana nach Fort-Dauphin.
Und auch der letzte Flug hatte noch eine Überraschung für mich parat. Neben mir saß eine Madagassin, die in Deutschland gelebt hatte. Sie hatte dort sogar eine dreijährige Ausbildung zur Krankenschwester gemacht. Das Erste, was sie mich fragte, war:
„Sprichst du Deutsch?“
Ich war ehrlich gesagt erst einmal komplett überrascht. Nach all den Stunden Reise, Französisch, Englisch und Madagaskar hatte ich wirklich nicht damit gerechnet, plötzlich neben einer Madagassin zu sitzen, die nicht nur Deutschland kannte, sondern dort sogar eine Ausbildung gemacht hatte. Wir kamen schnell ins Gespräch und mussten beide über diesen ziemlich ungewöhnlichen Zufall lachen.

8 Uhr – Endlich Fort-Dauphin

Gegen 8 Uhr landete ich schließlich in Fort-Dauphin. Nach ungefähr 60 Stunden Reisezeit und sehr wenig Schlaf war ich endlich angekommen. Am Flughafen warteten bereits Norbert und Maria auf mich. Die beiden sind meine Ansprechpartner vor Ort und gleichzeitig die Menschen, durch deren Arbeit überhaupt erst die Idee für dieses Projekt entstanden ist.
Nach der langen Reise war es unglaublich angenehm, direkt von zwei vertrauten Gesichtern empfangen zu werden. Ich wusste: Jetzt muss ich erst einmal nicht mehr organisieren, planen oder irgendwohin kommen. Ich bin angekommen.
Für die ersten drei Tage sollte ich bei Norbert und Maria wohnen. Diese Zeit war bewusst dafür vorgesehen, dass ich mich in Ruhe an die neue Umgebung, das Klima und den Alltag gewöhnen konnte.Und genau das brauchte ich nach dieser Reise auch. Die ersten 60 Stunden waren vorbei.
Jetzt konnte das eigentliche Abenteuer beginnen.

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